Fantasy

Von geheimnisvollen Häusern und einer Jugendliebe

DIE HAUSHÖRERIN

Fiktionsroman, Fantasy

Rezensionsexemplar

Lilly erfährt mit 20 Jahren, dass sich Häuser ihr anvertrauen und ihr die Geschichten hinter verschlossenen Türen zeigen. Anfangs fällt es ihr schwer diese Gabe anzuerkennen und zu akzeptieren, doch als sie sich dem gutaussehenden Ben öffnet, entwickelt sich das Ganze zu einer interessanten Angelegenheit für sie. Doch nicht nur Ben, der ihr persönlicher Storykeeper ist und die Geschichten der Häuser auf Papier festhält, ist an den Geheimnissen interessiert, sondern auch Feinde. Diese wollen die Geschichten verkaufen oder die vermeintlichen Täter überführen.

Die Autorin, Anna Lummfeld lässt Lilly nahe ihrer eigenen Geburtsstadt, Hamburg aufwachsen. Die Gegend wird toll beschrieben und ließ mein Kopfkino auf Hochtouren laufen, denn Lilly wächst in einem besonderen Zuhause auf: Einem Hausboot. Die lebt dort in einer Patchwork-Situation auf, die mir wirklich gut gefällt: Lillys Mutter, Marie hat drei Kinder, alle von anderen Vätern. Die älteste Tochter ist inzwischen aufgezogen und wohnt mit ihrem Mann und ihren eigenen Zwillingen auf einem Bauernhof, der sich im Laufe der Geschichte nicht nur wegen Lillys Gabe thematisiert wird. Ihr jüngerer Bruder und dessen Vater wohnen mit auf dem Boot und komplettieren die Familienkonstellation.

Lilly wir von ihrer besten Freundin immer wieder als prüde bezeichnet, denn sie hatte bisher nur eine Beziehung zu einem gleichaltrigen, jedoch ohne jegliche sexuelle Intimität. Das ändert sich mit Ben, zu dem sie sich sehr angezogen fühlt. Und das ist ein sehr langgezogenes Thema in dem Buch. Trotzdem übersprang ich weder einen Absatz, noch ein Wort, denn die Geschichte war sehr stimmig und wunderbar flüssig. Ich hatte mir erhofft, dass es mehr um Lillys Gabe und der Geheimgesellschaft, die all das mit-sich-führende organisiert, gehen würde. Doch dieser Roman soll der Auftakt zu einer Serie gewesen sein – Stoff genug gäbe es sicherlich!

„Die Haushörerin“ ist eine tolle Buchidee und auch gut geschrieben. Ich würde mich sehr freuen mehr Bücher von Anna Lummfeld zu lesen.

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