Erzähl-Literatur

Ein Haus voller Libellen und ein Garten voller Blumen

DAS HAUS DER LIBELLEN

Roman

Rezensionsexemplar

Die inzwischen 28-jährige Sophie kehrt nach einigen Jahren zurück in das prunkvolle Nachbarshaus ihres Elternhauses. In ihrer Kindheit wuchsen sie und die bildschönen Nachbarskinder, Noah und Emilia wie Geschwister auf. Noah und Sophie wurden in ihrer Jugend sogar ein Paar. Doch von einen Tag auf den anderen verschwand Noah plötzlich aus Sophies Leben und lies diese unglücklich zurück.

Emilia wohnt in dem majestätischem haus nach dem plötzlichem Unfall-Tod ihrer Eltern alleine und bittet Sophie in einem Brief um Unterstützung. Diese folgt dem Hilferuf, doch Emilia ist verschlossen und scheint ein großes Geheimnis zu verbergen, dem Sophie nach und nach auf die Spur kommt.

Das wunderschöne Cover hatte mich ziemlich schnell gepackt. Die farbigen Blumen und auch die zarten Libellen gefallen mir auch weiterhin sehr gut. Das zarte Insekt ist übrigens als kleine Zeichnung vor jedem neuen Kapitel zu finden. Ebenso ein kurzer Fakt über Libellen.

Sowohl die Tierchen, als auch die Blumen bekommen in der Geschichte eine tiefe und wichtige Bedeutung, genau wie ich es bei einem guten Cover erwarte: Es soll zum Inhalt des Buches passen und Lust auf die beschriebenen Seiten machen.

Die Geschichte an sich sagte mir leider nicht voll und ganz zu. Denn eigentlich wäre die Angelegenheit auf maximal 150 Seiten geklärt, wenn die Protagonisten miteinander sprechen würden und mit der Wahrheit raus rücken würden. Doch das passiert erst nach 300 Seiten. Für mich zog sich die Angelegenheit zwischen den zwei Geschwistern und deren Wahlschwester/Freundin, Sophie in’s schier unendliche. Des Öfteren schielte ich auch die Seitenzahl und rechnete mir die noch verbleibenden aus…

Nichtsdestotrotz war der Roman kein Reinfall, denn der Schreibstil gefiel mir an sich sehr gut: Das Haus, dessen Garten und die Umgebung konnte ich mir bildhaft vorstellen und auch die Figuren wurden in meinen Kopf lebendig. Auch die Szenenwechsel in die Jugend der Protagonisten gefielen mir sehr gut.

„Das Libellenhaus“ ist der erste Roman der Autorin, Emma Behrens, ich bin nicht abgeneigt Bücher, die vielleicht noch folgen, zu lesen.

Wer ein Fan von Romanen mit einem Familiengeheimnis ist und Romanen, in denen sich die Erzählung in die Länge zieht und der Spannungsbogen flach vorhanden ist, der hat hier das richtige Buch gefunden!

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