Erzähl-Literatur

Ein Vater. Zwei Familien. Zwei Schwestern.

DAS ZWEITBESTE LEBEN

Fiktiver Roman

Der Chauffeur, James Witherspoon hat zwei Mädchen im ähnlichen Alter jedoch von zwei verschiedenen Frauen. Die eine weiß nichts von der anderen Ehefrau, die andere muss sich in stillschweigen wahren. Da die beiden Kinder, Chaurisse und Dana nicht weit voneinander aufwachsen, begegnen sie sich scheinbar zufällig und die beiden freunden sich an. Schließlich kommt es zu einem schicksalhaften Zusammentreffen beider Familien, das für die eine Seite den völligen Zusammenbruch bedeutet und für die andere eine Möglichkeit zum Aufbruch.

Tayari Jones beschreibt die Geschichte aus zwei Perspektiven: Die 1. Hälfte des Buches aus der von Dana, die Rücksicht auf die andere Familie nehmen muss und immer wieder zurückstecken muss. Die zweite Hälfte des Buches beschreibt den Weitergang des Romans aus Chaurisse‘ Sicht, die sich mit ihrer Halbschwester anfreundet, ohne zu wissen, dass die beiden verwandt sind. Dieser Wechsel gefiel mir sehr gut und zeigte nicht nur einen Einblick in die Gedanken der jeweiligen Tochter, sondern auch in deren Vergangenheit. Dies lies deutlich machen wie unterschiedlich die Mädchen aufwachsen. Es war interessant zu erkennen, wie anders James mit den Mädchen umgeht und sie doch irgendwie gleich behandelte.

Neben der seltsamen Familienkonstellation beschrieb die Autorin Georgia und Atlanta in den 1970-80er Jahren sehr gut. Besonders der turbulente Friseursalon von Dana’s Mutter, Laverne lies mein Kopfkino auf Hochtouren laufen.

Stilistisch ist der Roman einfach geschrieben und liest sich einfach und unterhaltsam. Obwohl sich das Buch zwischenzeitlich zog, kam das Ende schnell und plötzlich.

Eine klare Buchempfehlung, denn die unterschiedlichen Facetten von Bigamie und deren Auswirkungen wurden treffend geschildert.

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