Erzähl-Literatur

Großartige Geschichte über wahre Stärke

DAS HAUS DER FRAUEN

Erzählung, Psychologie-Fiktion

Zwei Frauen, die durch ein Haus in Paris verbunden sind, sich selbst aber nie begegnen, da sie in zwei unterschiedlichen Jahrhunderten leben. Soléne ist eine starke Anwältin im 21. Jahrhundert, die durch den Selbstmord eines wichtigen Mandanten aus der Bahn geworfen wird. Sie landet mit einem Burn-Out im . Als sie beginnt sich langsam besser zu fühlen, stößt sie auf eine Stellenausschreibung zur Schreiberin und landet so in dem „Haus der Frauen“. Ein Jahrhundert zuvor tut Blanche alles in ihrer Macht stehende, um Menschen in ärmlicheren Verhältnissen zu helfen. Als sie dabei an ihre physischen Grenzen geht, steht ihr Mann ihr bei, der sie in dem Vorhaben den Menschen auf der Straße zu helfen, unterstützt.

Obwohl mich weder das Cover, noch der Klappentext angesprochen hatten, wurde ich von den positiven Rezensionen und vielen Empfehlungen zu diesem Buch verleitet und definitiv nicht enttäuscht. Die Geschichte um das „Haus der Frauen“ von Laetitia Colombani ist einfach wundervoll! Beide haben es nicht leicht, schaffen es jedoch all ihre Kraft zusammenzunehmen und für andere Frauen zu kämpfen. In dem Buch geht es hauptsächlich um Solénes Geschichte, die als Schreiberin für andere in das Haus gelangt und dort ihre Bestimmung findet. Sie lernt die hilfsbedürftigen Frauen und deren Geschichten kennen. Und diese berührten auch mein Herz!

Besonders die Fabel über des Kolibris von Pierre Rabhi ist mir im Kopf geblieben: „Als eines Tages ein furchtbarer Brand in einem Wald ausbrach, schauten die Tiere der Katastrophe wie gelähmt zu. Nur ein kleiner Kolibri setzte sich in Bewegung, füllte seinen Schnabel mit Wasser und warf kleine Topfen auf die Flammen. „Armer Verrückter“, sagte das Gürteltier. „Damit wirst du das Feuer nicht löschen.“ „Ich weiß“, gab der Kolibri zurück. „Aber wenigstens habe ich meinen Beitrag geleistet.“ Es geht nicht darum, etwas großes und weltbewegendes zu tun und dafür Ruhm und Lob zu ernten. Es geht darum, seinen Beitrag zu leisten – sei er auch noch so klein oder unbeachtet.

An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch anmerken, dass bei wörtlichen Redewendungen nie Anführungszeichen verwendet wurden und dies nicht nur anstrengend zu lesen, sondern auch ziemlich nervig war.

Trotzdem empfehle ich dieses ergreifende Buch gerne weiter. Die Thematik ist heute aktueller denn je.

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